„All of us“ ist eine interaktive Installation, die sich mit der Ästhetik von Narben auseinandersetzt. Diese sind, neben dem äußerlich sichtbaren wunden Punkt, auch dauerhafte Erinnerungen an Verletzungen oder Erlebnisse. Unser Körper ist nicht in der Lage, das zerstörte Gewebe in gleicher Weise zu erneuern. Jedoch ist die Haut einer Narbe nach der Heilung stärker als zuvor. Wir alle haben Narben, keine gleicht der anderen und mit jeder ist eine größere oder kleinere Geschichte verbunden. Der Körper des Besuchers wird erfasst, berührt er/sie sich mit der Hand am eigenen Körper, werden Makrovideos von Narben derselben Körperstelle abgespielt. Dadurch wird ein Blick auf Körperdetails geboten, die nur selten offen gezeigt werden. Die Verknüpfung der Berührungen des Betrachters und der darauffolgenden Auswahl der Videos führt zu einer intimen, beinahe kontemplativen Handlung.

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