Der Kontext, in dem wir etwas wahrnehmen, ist ausschlaggebend dafür, wie wir es auffassen und interpretieren. Unsere Sichtweise ist immer subjektiv und oft durch gesellschaftliche und persönliche Normen eingegrenzt. In der Psychotherapie gibt es die Methode der Umdeutung („Reframing“). Diese versucht, Situationen in einen anderen Kontext zu setzen, um die Bedeutung eines Geschehens neu und meist positiv zu definieren. „REFRAMING“ ist auch der Titel dieses interaktiven Spiegelobjekts. Auf visueller Ebene soll die Installation dazu anregen, das eigene Spiegelbild zu manipulieren und mit Perspektiven zu experimentieren. Darüber hinaus ist es ein Appell, persönliche Sichtweisen und Realitäten zu hinterfragen. Als Rezipient und Rezipientin wird man selbst zum Objekt der Installation. Man ist aufgefordert, sich auf ein Spiel mit Selbstbild und Selbstwahrnehmung einzulassen und sich zu fragen: In welchen Rahmen denke und lebe ich?

pichler1