SLATEplosiv

Stefan Tiefengraber
Interaktive Installation, 2012

“SLATEplosiv” ist eine Filmklappe, die in langweiligen Filmen Explosionen auslöst. Bei dieser Installation wird ein fader Film projiziert. Die Spannung kann gesteigert werden, indem mittels Klappe Explosionen ausgelöst werden können.

your unerasable text

Stefan Tiefengraber
Interaktive Installation, 2012

“your unerasable text” ist eine interaktive Installation, bei der es um die Aufbewahrung von Daten und auch um deren Zerstörung geht. Sie kann in einer Ausstellung – aber idealer Weise an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden. Dort kann sie von PassantInnen rund um die Uhr verwendet werden.

weavly.com

Oliver Lukesch,
Video Mashup Tool, 2011

Weavly.com ermöglicht es seinen Nutzern, aus Videos und Sounds von Portalen wie YouTube, SoundCloud einfach, schnell und legal neue Video Mashups zu erstellen – frei und direkt im Browser. Als Studienprojekt in Linz begonnen, operiert Weavly.com mittlerweile als Startup von Berlin aus und wird konstant weiterentwickelt.
Umsetzung: Oliver Lukesch, Jürgen Riedl, Christian Eder, Cornell Schreiber, Matthias Triendl Linz, Wien, Berlin

weavly.com

 

Blackbox

Sabina Dallu
Interaktive Installation, 2012

Gemäß Carl G. Jung beschreibt der “Archetyp des Schattens” die unterdrückten Züge der Persönlichkeit, die sich in den Tiefen des Ichs befinden. Der Schatten bezeichnet all jenes, dessen sich der Mensch nicht bewusst ist, eine unbewusste Perspektive der Persönlichkeit, welcher das bewusste Ego nicht in sich selbst wahrnimmt. „Jeder hat einen Schatten, und je weniger wir ihn in unserem bewussten Leben verkörpern, desto schwärzer und dichter ist er. Dieses Projekt zielt darauf ab, dieses psychische Phänomen darzustellen. Eine offene schwarze Box, die sich selbst schließt, sobald sie den Schatten des Betrachters erkennt. Wenn sich der Betrachter entfernt öffnet sie sich wieder. Vergleichbar mit einem Menschen, versteckt sie ihren Charakter vor all jenen, die sie als Eindringling wahrnimmt.

Recycle yourself

Viktor Delev
Interaktive Installation, 2012

Gib deine Materie frei. Die Anzahl der Atome im lebenden menschlichen Körper ist identisch der Anzahl im toten Körper. Also was hat man zu verlieren?

Soundboard

Manuel Knoflach, Florian Schwarz
Skateboard-Mod, 2012

Eine Zeitreise durch die Geschichte des Skateboardings bietet das interaktive Soundboard denjenigen, die sich für die Kultur des Rollbrettsportes interessieren.
Hierbei handelt es sich um einen Skateboardcruiser, der nicht nur dem reinen Fahrvergnügen dient, wie der Lautsprecher am vorderen Teil des Brettes vermuten lässt. Mit musikalischer Untermalung können Beginner und Fortgeschrittene ihr Können auf dem Brett unter Beweis stellen. Startet man die Fahrt, so ertönt ein Song, der ein Jahrzehnt in der Skateboardgeschichte seit der Entstehung dieses Lebensstils verkörpert. Um den Song in “normaler” Geschwindigkeit abspielen zu lassen, sollte man dennoch mit dem Skateboard umgehen können, denn dies geschieht nur, wenn man schnell genug mit dem Brett fährt.


Horror Vacui

Christoph Frey www.christophfrey.com
Videospiel, 2011

Horror Vacui ist ein Videospiel, das sich mit der Subjektivität der Erinnerung beschäftigt und in der Gedankenwelt eines komatösen Patienten spielt. Der Spieler kann die Gedankenwelt, die durch Räume und Objekte repräsentiert wird, erforschen. Jedes gefundene Erinnerungsfragment beeinflusst den Inhalt der darauf folgenden Fragmente. So entsteht immer eine subjektive Abfolge von Erinnerungen, ein Gedankenstrom, weil es nicht möglich ist, alle Objekte auf einmal zu finden. Gängige Videospiel-Konformitäten werden über Bord geworfen. Es gibt kein Ziel, kein Gewinnen oder Verlieren, keine Gegner. Im Vordergrund stehen die langsame Erforschung der Erinnerungen und deren Interpretation.


8 Wohnungen

Florian Kofler
Videoinstallation, 2010

Zeit, die Neugier zu untersuchen. Der Blick auf Momentaufnahmen anderer Leben ist manchmal zwangsläufig und oft verstörend. Privates wird nach außen gekehrt, Öffentliches nach innen geholt. Ein präziser Fokus auf die unscharfe Grenze des Wissenswerten.
Zentrales Objekt der Videoinstallation ist ein abstraktes, aus Beton gefertigtes Modell eines Wohnhauses. In diesem befinden sich auf zwei Etagen verteilt acht Wohneinheiten. In ihren Dimensionen sind sie identisch, nur ihr Innenleben unterscheidet sie. Der/Die BetrachterIn erhält durch die Fenster Einblick. Es ist der Punkt, an dem die Installation eine ganz neue Bedeutung erlangt, von der unscheinbaren Mauerhülle zum Unbekannten. Sowohl Alltägliches, aber auch Sonderbares oder Unangenehmes ist dort mittels aufwändig gedrehter Videos zu sehen. Sie erzählen aus dem Leben der verschiedenen Individuen der acht Wohnungen.
Durch die begrenzten Fensteröffnungen jedoch bleibt das Blickfeld limitiert – vieles bleibt unbekannt. Vorhänge filtern den Einblick, abstrahieren das Geschehen im Inneren – dessen Vervollständigung dem Publikum überlassen wird. Der Einblick in fremde Alltage weckt Neugierde beim Betrachter, jedoch auch ein unangenehmes Gefühl von Voyeurismus, sogar Beklemmung. Warum möchte man unbedingt hinschauen? Warum sind der Nachbar, das Fremde so faszinierend? Wohl nicht aus bloßem Interesse und Nächstenliebe. Nähe und Einsamkeit werden besonders im privaten Raum sichtbar.
Der ungewohnte Maßstab ist ein weiterer wichtiger Punkt der Installation. Es wird hier ein Unterschied zu unserem, realen Leben sichtbar. Man wird zu einer Art Big Brother. Da auch in der Gesellschaft die Entwicklung zum Überwachungsstaat präsenter wird, löst diese Dimension ein ungewohnt unfreies Gefühl in uns aus. Ist es beruhigend oder beunruhigend, dass man beobachtet wird? Oder bleibt vieles unbeobachtet und hinter verschlossenen Türen oder Fenstern?

TP Newsreader

Philip Drobrar, Dinko Draganovic
Interaktive Installation, 2011

Der TP Newsreader ist ein Toilettenpapierhalter mit eingebauter Internetverbindung, der über einen LCD-Screen aktuelle Meldungen anzeigt. Durch diese kann der User scrollen, indem er einfach das Toilettenpapier abrollt.

O.T.

Dawid Liftinger
Installation, 2012

Stein als langzeitliches Medium wird einem digitalen Medium mit seiner Flüchtigkeit gegenüber gestellt. 5 zufällig gewählte Tweets vom 25.06.2012 wurden in Marmor gearbeitet und für die Ewigkeit festgehalten. Auf einem Bildschirm, positioniert direkt neben der Steinplatte, werden zum aktuellen Zeitpunkt veröffentlichte, zufällig gewählte Tweets, angezeigt.